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LvS 046 + 047 — Einladung des Postministers

Eine Gruppe von festlich/westlich gekleideten Afghanen, hinter einem weiss gedeckten, mit Blumen, Früchten und Süssigkeiten geschmückten Tisch stehend. In der Mitte steht Rahimullah Khan, der Postminister. Die Wände sind mit Schablonen-Malereien dekoriert. Diese Technik wurde ebenfalls (wie die Stuckaturen) währen des ersten Weltkrieges durch österreichisch-ungarische Handwerker eingeführt, die aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Afghanistan geflüchtet waren.
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Invitation by Rahimullah Khan, the Minister of Post and Telegraph, for his higher employees, on the occasion of the beiram celebration. The walls are decorated with stencil printing, called range-e austri’i, as this art was introduced in Afghanistan by Austrian craftsmen, escaped from Russian PoW camps during the First World War.

[Album:] Postminister Rahim Ullah Chan: Kameradschafts-Nachmittag im afghanischen Postministerium am Beiram-Fest.

  • Luise von Segnitz: 6x6 cm Negativ-Nummern: 93, 94. 
  • Brief Nr. 29, S. 2, vom 21.2.1937, von H.v.Segnitz: „Am Mittwoch, dem letzten Feiertag, hat der Postminister seine ganze Gefolgschaft zu einem ‚Kameradschaftstee‘, wie wir das wohl am besten nennen, in das Ministerium eingeladen; ich bin auch dazu aufgefordert und gehe natürlich auch hin.“ 
  • Ludwig Adamec (1975): Who’s who of Afghanistan, S. 216: Biographie von Rahimullah Khan.
  • Brief Nr. 31, S. 2, vom 27.2.1937, von H.v.Segnitz: „Am 3. Feiertag folgte ich dann der Einladung meines Ministers zu seinem ‚Empfang‘ im Postministerium. Das Bild war nicht schlecht. In der Mitte des grossen Arbeitszimmers des Ministers war eine fein gedeckte Tafel aufgebaut mit allen afghanischen Genüssen. Das Schönste darauf waren aber 4 prachtvolle Blumen-‚Arrangements‘ aus Jelalabad. Vor meinem Platz an der Seite des Ministers hatte man ein kleines Tischchen aufgestellt, auf dem ich mit Messer und Gabel, also nicht nach afghanischer Sitte mit den Händen, verzehren konnte, was Seine Exzellenz mir persönlich aussuchte. Sogar eine kleine Silberschüssel und ein Handtuch wurden mir nach dem Obst gereicht und ich tat natürlich so, als ob ich das von Jugend auf nicht anders gewohnt wäre. Die Unterhaltung mit dem Minister drehte sich vorwiegend um meine Arbeit und meine Sorgen. Ich bekam recht freundliche Worte von ihm zu hören, auf die ich mir aber nichts einbilde. Er stellte mir in Aussicht, dass er uns einmal in seinem Auto nach Bahmian [sic!] führen werde. Bisher hat er seine Versprechungen stets gehalten. Zum Schluss gab er mir einen der großen Blumensträuße nach eigener Wahl mit nach Hause.“
Bild Nr.
LvS 046 + 047
Sammlung
Luise von Segnitz, Kabul 1936-38
Serie
LvS 022-056, Erste Eindrücke von Kabul
Format
Kontaktabzüge 58/58 mm
Qualität
sehr gut
Ort, Datum
Kabul, Mittwoch, 24. Februar 1937
Breitengrad / Längengrad34.517730 / 69.177780
Google Earth34°31'03.8"N 69°10'40.0"E / 1800 m

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