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RS 000 — Rudolf Stuckert mit Windhund

|RS 000|

Rudolf Stuckert vor der Türe in der Umfassungsmauer des Hauses, das er zusammen mit dem Basler Architekten Albert E. Engler bewohnt. Neben ihm ein afghanischer Windhund (tarzi). An der Türe eine kleine Flagge mit dem Baslerstab und dem mit Kreide geschriebenen Wort ‚Engler’.

[Photo, verso:] –

  • R. Stuckert: Fotobrief, Blatt 2, Dezember 1941, Photo 2: "Es ist eigentlich verboten auf des Hauses Dach zu steigen. Man könnte vor allem die Frau seines Nächsten sehen, und es wohnen doch auch einige vornehme Afghanenfamilien in Scharenau. Doch wir konnten es nicht lassen, eben gerade um einmal die hinter Mauern versteckten Häuser der Nachbarn zu sehen, von denen man ebensoviel sieht von der Strasse wie von unserer Garten-Haustüre [auf dem Bild!], und dann vor allem um die fabelhafte Rundsicht zu bewundern. […]"
  • R. Stuckert (1941): Brief an Herr und Frau Ammann-Müller vom 14. August 1941, Blatt 1 R: "Uns geht es gesundheitlich gut. Wir ertragen den Sommer viel besser wie im vergangenen Jahre. Auch fühlen wir uns immer mehr zu Hause zwischen den Lehmmauern und wollen eigentlich nicht mehr tauschen. Die Arbeit bringt mir viel Befriedigung, ich kann sehr frei schaffen und es ist eine Überfülle immer neuer Aufgaben. Doch nach der Arbeit bin ich meistens müde, das Schaffen strengt einen hier viel mehr an."
  • R. Stuckert (1994): Erinnerungen an Afghanistan, S. 2: "Von einem Schweizer, der für einige Zeit nach Kandahar versetzt wurde, können wir das Haus vorläufig übernehmen. Es ist zum Teil möbliert und auch im Preis recht günstig. Obwohl fleissig neue Häuser gebaut werden, herrscht sonst grosser Wohnungsmangel. Unser zukünftiges Haus liegt in Shar-e Naw, in der Neustadt. Das ist ein Quartier in der Ebene mit breiten Strassen mit rechts und links vier Meter hohen Mauern mit geschlossenen Türen. […] Unser Haus hat sechs Zimmer und ein Bad mit WC. Zwei Zimmer sind an einen Schweizer Architekten [A.E. Engler] vermietet, Er arbeitet im Kriegsministerium. Wir sind glücklich, es so gut getroffen zu haben und freuen uns, bald unser neues Heim einrichten zu können." 
  • M. Schinasi (2008): Kaboul 1773-1948, S. 179: "[…] les rues étaient bordées de hauts murs de terre, des murs aveugles, percés de loin en loin de portes en bois donnant accès aux propriétés privées. […]"
Image No.
RS 000
Collection
Rudolf Stuckert 1940-1946
Series
RS 000-046, Kabul 1
Format
Originalabzug 67/47 mm
Quality
sehr gut
Place, date
Kabul, 1940
Descriptors
  • 0101. Kabul City
  • 1.56 Pictures of People
  • 2.57 Domestic Animals
  • Latitude / Longitude34.531700 / 69.171000

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