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RS 354 und 355 — Ghoridisches Portal vor dessen Restaurierung

|RS 354|

Frontale Aufnahme des ghoridischen Portals an der Südost-Ecke der Freitags-Moschee, vor der Restaurierung. Der untere der beiden Spitz-Bogen stammt aus der timuridischen Zeit.

[Photo, verso:] Herat / Bogen an der S-O-Ecke.

  • R. N. Frye (1948): Two Timurid Monuments in Herat, in: Artibus Asiae 11/3, S. 207: diese Aufnahme: “fig. 8 Aiwan opposite the entrance of the shrine.”
  • Department of publicity of Afghanistan (1975): The Historic City of Herat, S. 15: “There is only one example of Ghorid decoration which remained on a portal situated on the left to the south of the main entrance of the mosque. A bold Kufic inscription is placed on the outer face of the archway. It bears the name and title of Sultan Ghiyasuddin Ghori and the date when the mosque was constructed. The inscription in blue glazed tile stands in high relief above a floral background. The leaves of the floral decoration were tipped with blue green whereas the edges of the tide-elements are painted orange-red. The combination of the bright bold straightlined scrip contrasts dramatically with the graceful delicacy of the background.”
  • N.H. Dupree (1977): An Historical Guide to Afghanistan, S. 247: “The great mosque of Herat is one of Afghanistan’s more attractive sights. The form in which it stands today was originally laid out on the site of an earlier 10th century mosque in the year 1200 by the Ghorid Sultan Ghiyasuddin. Only tantalizing fragments of Ghorid decoration remain except for a splendid portal situated to the south of the main entrance. A bold Kufic inscription, including the name of the monarch, stands in high Persian blue relief above a soft buff background intricately designed with floral motifs in cut brick. The combination of the bright, bold straight-lined script contrasts dramatically with the graceful delicacy of the background. It is an exciting example of the artistic sophistication of the Ghorids. […]”
  • R. Stuckert (1980): Die Grosse Moschee und das Mausoleum des Ghiyât ud-Din in Herat, in: Afghanistan Journal 7/1, S. 8, diese Aufnahme: „Abb. 4: Grosse Moschee, Torbogen an der Südostecke mit ghoridischer Inschrift vor der Restaurierung“; S. 3: „Im Gegensatz zu heute war die rote Naturfarbe der Backsteine bestimmend für den Gesamteindruck der Hofanlage. Das alte Portal an der Südostecke der Anlage zeigte Spuren von zwei Bauepochen. Über der heute restaurierten Fassung aus der Ghoridenzeit fanden sich Spuren von Keramikdekorationen. Der niedere Bogenscheitel mit seinem Netzgewölbe erinnert heute noch an diese zweite Bauperiode.“
  • B. Glatzer (1980): Das Mausoleum und die Moschee des Ghoriden Ghiyath ud-Din in Herat, in: Afghanistan Journal 7/1, S. 7: „[…] Unter dem timuridischen Grosswezir Mir Ali Sher z.B. wurde die Moschee nach timuridischem Geschmack umgestaltet, Proportionen wurden verändert (s. den tiefer gesetzten Bogen im ghoridischen Torbogen an der Südostecke) und die Hoffassaden mit Fliesenschmuck bedeckt. Allerdings sind von diesen timuridischen Originalfliesen nur noch wenige Reste zu sehen. […]“
    S. 15: „In der Grossen Moschee sind noch zwei historische Inschriften aus der frühesten Bauperiode erhalten.“
    S. 15–16: „2.: Die grosse kufische Inschrift zu beiden Seiten eines Torbogens an der äusseren Südostecke der Moschee. Im mittelalterlichen Khorasan war es üblich, die Hauptportale grosser Sakralbauten mit senkrechten kufischen Schriftbändern zu flankieren, wie auch hier in Herat. Die Buchstaben und Ornamente bestehen aus vorgefertigten Terrakottateilen, die mosaikartig in den Mörtel des Untergrunds eingelassen sind. Die Buchstaben und Ornamente zwischen den Hastenenden sind hier zur Schauseite hin blau glasiert und ergeben einen ausserordentlich reizvollen Kontrast zum hellroten Ziegelton des Hintergrunds. Die Inschrift wurde im Vergleich zu anderen grossen kufischen Inschriften jener Zeit auffallend sparsam ornamentiert, die Bordüre z.B. ist auf eine besonders schmale einfache Schmuckleiste reduziert. […] Der Schrifttypus bleibt im Rahmen der spätghoridischen Epigraphie, die Buchstabenformen unterscheiden sich wenig von denen des Turms von Jam oder der Ausseninschrift von Chisht. […]“
    S. 16: „Im Vergleich zur Ausseninschrift des Mausoleums wirkt das kufi des Südosttors der Moschee gequetscht, und die Vertikale ist überbetont; der Grund dafür dürfte darin liegen, dass ein relativ langer Text auf begrenztem Raum untergebracht werden musste.“
  • T. Allen (1981): A catalogue of the toponyms and monuments of Timurid Herat, S. 103-111.
Image No.
RS 354 und 355
Collection
Rudolf Stuckert 1940-1946
Series
RS 353-372, Herat, Moschee
Format
Originalabzug 58/56 mm
Quality
sehr gut, leicht verkantet
Place, date
Herat, November 1942
Descriptors
  • 1.57 Pictures of Landscapes, Cities
  • 2001. Shahr-i-Herat
  • 3.822 Religious Buildings
  • 4.336 Ghorids (Ghor)
  • Latitude / Longitude34.342630 / 62.196548

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