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vH 010 — Die sechs Pathanen

  • Gruppenaufnahme von sechs, auf einem Glied angetretenen, Afridi-Pathanen in Felduniform mit Fez und Wickelgamaschen. Syed Achmed [Sayyed Ahmad] aus Bunir wirkte als Koch. Vom militärischen Rang her gesehen handelte es sich um 1 Feldwebel, 1 Sergeant, 4 Mann. Im Hintergrund Lehmmauern und Palmen.
  • Bericht über die in Deutschland internierten, übergelaufenen indischen Truppen, aus denen sich W.O. v. Hentig die sechs Afridi als Begleitmannschaft aussuchte.
  • Pratap (1925): My German Mission to High Asia, in: Asia Magazine 5/1925
Gruppenaufnahme von sechs, auf einem Glied angetretenen, Afridi-Pathanen in Felduniform mit Fez und Wickelgamaschen. Syed Achmed [Sayyed Ahmad] aus Bunir wirkte als Koch. Vom militärischen Rang her gesehen handelte es sich um 1 Feldwebel, 1 Sergeant, 4 Mann. Im Hintergrund Lehmmauern und Palmen.
[verso:] Die sechs Pathanen. [recto:] Mirmast – Itbargul – [?] – Mohabad Chan – [?] – Syed Ahmed.
  • Hentig (1918): Meine Diplomatenfahrt ins verschlossene Land, S. 23: „[…] Die Eskorte waren sechs Afridis, kriegerische Männer aus den Gebirgsstämmen an der indischen Nordwestgrenze, die sich freiwillig gemeldet hatten. Eine einzige Belohnung für ihre Teilnahme an der Expedition erbaten sie sich: ein modernes deutsches Gewehr.“
  • Hentig (1928): Ins verschlossene Land: ein Kampf mit Mensch und Meile, S. 11: nahezu gleicher Textabschnitt.
  • Hentig (1962): Mein Leben - eine Dienstreise, S. 94-95: „[…] Um nicht durch Räuber aufgehalten zu werden, sich wenigstens wehren zu können und nicht durch Schwäche Begehrlichkeiten zu wecken, sollten fünf oder sechs gute islamische Soldaten genügen. Unter beinahe 100 000 indischen, algerischen und marokkanischen Gefangenen mussten sie unschwer zu finden sein. Mit dem Kumar und Molwi Barakatullah besuchte ich zunächst das Moslemlager Wünsdorf [„Halbmondlager“]. Trotz eingehender Erklärungen hoher islamischer Geistlicher und meiner Begleiter meldete sich niemand, kein Nordafrikaner und kein Inder. Was auf englischem oder französischem Kolonialgebiet lebte, fürchtete sich augenscheinlich vor dem Schicksal des wiedergefassten Überläufers, denn die meisten waren übergelaufen. Schliesslich erklärten sich eine Reihe von Afridis aus dem »Borderland«, dem staatsrechtlichen Niemandsland der Nordwestecke Indiens, bereit, mitzugehen. Gewonnen hatte sie, abgesehen von der für einen Pathanen verlockenden Aussicht auf ein modernes Infanteriegewehr, die überzeugenden Erklärungen zweier älterer engerer Landsleute [Abdurrachman Chan und Subhan Chan], die selbst tatsächlich »um für den Islam zu kämpfen« aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland geeilt waren. […] Sie suchten einen Feldwebel, einen Sergeanten und drei Mann aus; ein Gefangener, nicht Überläufer wie die fünf, Seyed Achmed aus Bunir, wurde mir von seinen Kameraden als guter Koch empfohlen. Alle sechs entliess die Lagerleitung als freie Männer nach Berlin. […] Überdies liess ich jedem von ihnen eine gute Khakiausrüstung anfertigen.“
  • Der Spiegel 6/1980, Seite 136; identische Abbildung; Bildunterschrift: „Paschtunische Hilfstruppe der Expedition 1915: Als Wanderzirkus getarnt.“
  • Hentig (2003): Von Kabul nach Shanghai, S. 45, Abb. 4: identische Abbildung mit der Bildunterschrift: „Die sechs vom Verfasser nach Afghanistan mitgenommenen Afridi-Pathanen. Von links: Mirmast, Itbargul, Mohabad Chan, Seyed Achmed, Abdur Rahman und Subhan Chan. Die Aufnahme entstand im Mai 1915 in Mesopotamien.”
Image No.
vH 010
Collection
Botschafter Werner Otto von Hentig 1915-1917
Series
von Hentig: Serie 1: vH 001-062, Anreise und Rückreise
Format
81/140 mm, auf dickem, beidseitig grau kaschiertem Photokarton 119/158 mm
Quality
gut, gebräunt, etwas verblasst
Place, date
Mesopotamien, Mai 1915
Descriptors
  • 1.56 Pictures of People
  • 1.65 Travel Books 1915-1945
  • 4.366 Emir Habibullah (1901-1919)
  • 4.416 D Relations with Germany
  • Latitude / Longitude33.328638 / 44.421902
    Google Earthca. 33°19'38" N / 44°25'14" E / 40 m

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